Wie überwintert man seinen Hängesessel?

Sicher hat Ihnen Ihr Hängesessel auch in diesem Frühjahr und Sommer viele schöne Momente, vielleicht Stunden beschert. Mit einem guten Buch oder abends mit einem Glas Wein die Seele und die Beine baumeln zu lassen war entspannend und wohltuend. Auch jetzt im Herbst gab und gibt es sicher noch einige sonnige oder zumindest milde Tage, die sich mit einer Fleecedecke oder einer dicken Jacke trotzdem noch draußen verbringen lassen. Blickt man aber an einem Tag wie heute – trüb und immer wieder regnerisch – nach draußen, dann muss man unweigerlich daran denken, dass der traurig baumelnde Sessel bald ein halbes Jahr sein Dasein im Keller oder auf dem Dachboden fristen wird.haengesessel-ueberwintern

Doch wie versorge ich den Sessel und seine eventuelle Aufhängung oder den Ständer am besten? Wie sorge ich dafür, dass der Hängesessel im kommenden Frühjahr gleich wieder einsatzbereit ist? Hier sammle ich für Sie die besten Tipps und Tricks:

  1. Überwintern oder weiter nutzen?

Denken Sie als Erstes darüber nach, ob der Hängesessel überhaupt – ganz getreu dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“ – weggeräumt werden muss. Eventuell findet er über die kalten Monate einen neuen geschützten Platz unter einer Pergola, wo er beim Glühweintrinken oder Wintergrillen noch einmal zum Einsatz kommen darf. Oder er wandert nur ein paar Meter weiter in einen Wintergarten. Sollten Sie ein besonders ansehnliches Modell aus z.B. Rattan, Edelholz, Polyrattan oder Aluminium besitzen, spricht auch gar nichts dagegen, den Hängesessel im Wohnzimmer weiter zu nutzen.

  1. Reinigung und Pflege

Falls Sie sich dafür entscheiden, den Hängesessel samt Gestell im Keller oder auf dem Dachboden überwintern zu lassen, empfehle ich, ihn vor dem „einmotten“ einmal richtig zu reinigen – den Frühjahrsputz also auf den Herbst zu verschieben. Sie freuen sich ganz besonders, wenn Sie den Hängesessel am ersten warmen Frühjahrstag gleich benutzen können, ohne weitere Zeit zu verlieren. Polyrattan und Aluminium dürfen mit dem Dampfdruckreiniger bearbeitet werden, für andere Materialien eignet sich eine warme Lauge aus Putzmittel und Wasser. Teak und andere Edelhölzer können nun gut geölt werden; über die kalten Wintertage kann die Pflege einziehen und Sie vermeiden so Spannungsrisse und Farbveränderungen. Falls Ihr Modell abziehbare Polster besitzt, können diese nun gewaschen und getrocknet und anschließend am besten luftdicht verschlossen werden.

  1. Aufbewahrung

Einen Hängesessel aus Tau, Hanfseil oder Kunstfaserseil können Sie natürlich beispielsweise in einer großen Tüte oder Box aufbewahren. Wichtig ist nur, dass das Material vor Staub und eventuellen unangenehmen Kellergerüchen geschützt bleibt. Für sperrigere Modelle mit oder ohne Gestell empfehle ich, das Ungetüm mit Folie, Plane oder Leintüchern abzudecken. Die Polster und Kissen sollten hier ebenso luftdicht aufbewahrt werden – achten Sie darauf, dass die Textilien und Füllungen vor dem Verpacken absolut trocken sind. Selbstverständlich sollte der Raum – ob nun Gartenhaus, Dachboden oder Keller – frostgeschützt und trocken sein.

  1. Wieder fit machen

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen lassen die Knospen sprießen und ziehen Sie nach draußen? Dann ist es an der Zeit, Ihren Hängesessel zu remobilisieren und ihn für eine weitere Saison fit zu machen. Falls Sie sich an die Tipps zur Aufbewahrung gehalten haben, müssen Sie das Gestell und den Sessel nur aus seinem Winterschlafsplätzchen holen und am gewünschten Ort aufstellen. Tupfen Sie bei einem Holzmöbel eventuell überschüssiges Öl ab, lüften Sie die Kissen oder Polster möglichst einen halben Tag lang aus und schon kann es losgehen mit der Entspannung. Wenn Sie mögen, dann überlegen Sie doch, ob Sie den „Sommerlook“ Ihres Hängesessels in diesem Jahr ein wenig aufmöbeln möchten – mit einigen bunten Kissen oder einer kuscheligen Sommerdecke ist das ganz leicht.

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