Swing2sleep Maly – Die Federwiege mit Motor

Dein Baby schreit viel und beruhigt sich nur auf deinem Arm? Der wird aber langsam taub?

Am liebsten wird es von dir hopsend durch den Raum getragen? Aber du hast schon Muskelkater in den Waden?

Bei jedem Ablegen hast du Angst, dass es wieder aufwacht?

Dann könnte die Swing2sleep etwas für dich sein. Wir haben das neuste Modell die Swing2sleep Maly für dich getestet.

Eines vorneweg: Wir sind ein wenig voreingenommen, weil wir schon vom Vorgängermodell komplett überzeugt waren. Das haben wir HIER vorgestellt. Umso mehr freuen wir uns, dass es mit der Swing2sleep Maly nun einen Nachfolger gibt, bei dem viele unserer damaligen Kritikpunkte verbessert wurden.

Aber der Reihe nach.

Hier erfährst du nach einem kurzen Bericht über unsere persönliche Situation und unsere Verwendung der Maly alles Wichtige über die nächste Generation der elektrischen Federwiege von Swing2sleep, wir stellen den Lieferumfang vor, gehen auf die einzelnen Elemente ein und vergleichen die Wiege mit dem Vorgängermodell.

Vor drei Monaten wurde unsere Tochter geboren – sie ist unser zweites Kind. Bereits mehrere Freunde haben uns unabhängig voneinander gefragt, ob die „Wunderwiege“ wieder im Einsatz sei, wohl noch in lebhafter Erinnerung daran, wie uns die erste Version der Wiege damals Kopf und Kragen gerettet hat.

Unser Sohn kämpfte in seinen ersten Wochen und Monaten neben den üblichen Anpassungsschwierigkeiten noch mit den Nachwehen einer langen Geburt und Bauchkrämpfen. Die Nächte waren kräftezehrend und scheinbar endlos und auch tagsüber wollte er getragen und in den Armen geschaukelt werden. Sobald die Wiege Einzug in unser Leben gehalten hatte, konnte von einem solchen überhaupt erst wieder die Rede sein. Das nur zur Vorgeschichte.

Unsere Tochter hat keine Bauchkrämpfe und ihre Geburt ging eher rasant. Trotzdem ist sie eines der Babys, die ungern abgelegt werden und sie hat einen extreeeeem leichten Schlaf. Wenn einer von uns im Stockwerk über ihrem Bett die Klospülung betätigt, wird sie davon aus dem Tiefschlaf gerissen, von dem teils unvermittelten Lachen, Motzen, Singen oder Schreien ihres Geschwisterkindes ganz zu schweigen. Am liebsten schlief sie in den ersten Tagen und Wochen auf der Brust eines Elternteils liegend beziehungsweise in der Trage. Das war in den ersten Tagen und Wochen tatsächlich auch ganz gut so und eher angenehm. So kleine Babys brauchen die Wärme und den Körperkontakt und man bekommt ja auch gar nicht genug von den winzigen Händen und dem wunderbaren Babygeruch.

Wenn dann nach acht Wochen die Tochter aber das dritte Mal während des Mittagessens aufwacht, obwohl sie eigentlich hundemüde ist, weil das Messer zu laut klappert oder der Bruder ein bisschen zu euphorisch vom Kindergarten erzählt, dann muss eine andere Lösung her.

Da kam bei uns dann zum ersten Mal die neue Federwiege (übrigens bin ich über das Optik-Update mehr als glücklich – jetzt macht die Wiege richtig etwas her und niemand, der beim Abendspaziergang zum Fenster hineinspickelt, fragt sich, wofür diese Apparatur wohl gut sein mag) zum Einsatz.

Wir haben die Kleine anfangs ein paarmal recht kurz wach hineingelegt, damit sie sich an das Aussehen und den Geruch gewöhnen kann. Beim nächsten Mal kam dann erst das Wippen dazu. Ich legte sie hinein, räumte kurz die Spülmaschine aus und als ich sie wieder herausholen wollte, um sie mit der neuen Erfahrung nicht zu überfordern, war sie schon eingeschlafen. Seitdem hat unsere Tochter sogar schon so manchen Besuch verschlafen, ich habe morgens Zeit für den Haushalt oder ein Hobby und wenn sie einen Schub durchlebt, kommt die Wiege auch nachts zum Einsatz und sorgt bei uns beiden trotz allem für ein paar Stunden erholsamen Schlafes.

In einem meiner Lieblingsbücher zum Thema Babyschlaf habe ich gelesen, dass zum Beispiel Schnuller, Kuscheltiere oder wippende Federwiegen nur einen „Mutterersatz“ darstellen, also das übernehmen, was eigentlich die Mutter machen würde, sei es das Stillen oder am Busen Beruhigen, Kuscheln oder in den Schlaf Wippen.

Man solle sich im Klaren darüber sein, dass dem Baby die Mutter am liebsten sei und alles andere möglicherweise nur mit Widerwillen akzeptiert werde. Darüber habe ich eine Weile nachgedacht, weil ich für meine Tochter natürlich nur das Beste will, was auch immer das bedeutet.

Nach einigem Umherwälzen dieser Gedanken bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich mich zeitweise sehr gerne und mit gutem Gewissen durch die Federwiege ersetzen lasse. Einen Schnulli haben wir nicht, ich kuschle meine Tochter mehr als es ihr lieb ist und dadurch, dass ich sie im wachen Zustand trotzdem mehrere Stunden am Tag am Körper trage, finde ich den kleinen „Trick“ mir der Federwiege in keinster Weise verwerflich. Sie erleichtert mir den Alltag mit Baby, sie erleichtert meiner Tochter das Einschlafen und Durchschlafen und ich bin einfach nur glücklich, dass sie auch von unserem zweiten Kind problemlos akzeptiert und geliebt wird.

Lieferumfang

Wir haben folgendes Set getestet: Maly Steuereinheit Ausstellungsstück – mit Hängematte

Im Set enthalten:

  1. Steuereinheit (Motor) ohne Aufhängung
  2. Federpaket mit insgesamt 7 Federn
  3. Netzteil mit 3m Kabel
  4. Karabiner
  5. 1 Hängematte à wir haben uns für die Dream2sleep entscheiden
  6. 1 Einzelbügel: Dieser wird für die Hängematten aus Netz benötigt.

Wenn du dich für ein Komplett-Set interessierst, musst du dir nur Gedanken über die Auswahl der Hängematte machen.

Netzhängematten: Diese gibt es in lila, rosa, türkis oder blau. Diese Hängematte schmiegt sich eng an die Haut des Kindes an. Unser Kleiner hat das geliebt. Außerdem verteilt sich das Gewicht des Babys so perfekt gleichmäßig. Babys, die gerne gepuckt werden, fühlen sich in dieser Variante pudelwohl.

go2sleep: Eine Variante für unterwegs. Wir haben dieses Modell noch nicht getestet. Für Eltern, die viel unterwegs sind, ist es aber sicher eine Überlegung wert. Das Wichtigste an dieser Variante ist, dass das Baby darin angeschnallt ist.

Dream2Sleep: Dieses Modell ist meiner Meinung nach das Ansprechendste. Was aber sicher nicht das Wichtigste ist. Dazu unten mehr.

Steuereinheit – Herzstück der elektrischen Wiege

Die Maly-Steuereinheit ist das Besondere an dieser Wiege. Durch sie wird die Wiege gleichmäßig in Bewegung gehalten.

Das Wippverhalten kann dabei über zwei Drehschalter eingestellt werden. Durch den linken kannst du eine Vorauswahl zum Gewicht deines Babys treffen. Durch den rechten kannst du dann die Intensität sehr fein einstellen. Durch eine LED-Anzeige behältst du darüber den Überblick. Besser geht es nicht!

An der Steuereinheit werden die Federn eingehakt. Das geht sehr einfach und im Vergleich zum Vorgängermodell ohne lästiges Einfädeln. Man drückt die Federn nämlich nur hinein.

Hier wird auch das Motorseil eingehängt, das die Bewegung auf die Wiege überträgt.

Lediglich die Befestigung der Federn am Stern ist etwas komplizierter. Hier muss das Federende gespreizt werden. Das dauert zwar etwas länger, ist aber auch problemlos möglich.

Dadurch dass die Federn kreisförmig befestigt werden, hat die Wiege einen mittigen Schwerpunkt und ist sehr gut ausbalanciert.

An diesem Stern befestigt man entweder direkt (wenn du die Dream2Sleep hast) die Federwiege oder zunächst den Bügel, in welchen dann die Netzhängematte eingehängt wird.

Der Bügel liegt dem Set bei und hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell nur leicht optisch verändert.

Bei uns hängt die Wiege mitten im offenen Wohnbereich zwischen Ess- und Wohnzimmer und wir freuen uns daher, dass die neue Version nicht mehr so sehr nach „Krankenhaus-Equipment“ aussieht, wie unsensible Gäste einmal angemerkt haben.

Babyhängematte

Die Dream2sleep wird besteht eigentlich aus vier Teilen:

  1. Der eigentlichen Stoffwiege aus 100% ungebleichter Baumwolle
  2. Der Matratze gefüllt mit Schafschurwolle
  3. Einem Matratzenbezug aus 100% Baumwolle
  4. Dem Spreizstab

Beim Auspacken hat besonders die Matratze sehr nach Schaf gerochen. Das beweist aber, dass es sich wirklich um ein reines Naturprodukt handelt.

Da die Matratze nur chemisch gereinigt werden kann, empfehlen wir einfach den Bezug 1-2-mal zu waschen. Dann riecht auch nichts mehr.

Wobei wir sagen können, dass ein leichter Wollgeruch am Köpfchen eines Babys gar nicht stört.

Man merkt allen Teilen an, dass sie hochwertig und mit Liebe zum Detail entworfen wurden.

Im Unterschied zu den Netzhängematten kann sich die Dream2sleep nicht so eng an den Körper legen. Das hat unserer Kleinen aber nichts ausgemacht. Im Gegenteil – durch die geschützte „Höhle“, die sich bildet und die weiche Unterlage, schlummert sie innerhalb von wenigen Minuten friedlich ein. Das Licht innerhalb der Wiege ist durch die naturweiße Baumwolle der Hängematte weich und angenehm.

Aufhängen und befestigen

Die Swing2sleep kann wie jede andere Federwiege auch unterschiedlich befestigt werden:

  • per Deckenbefestigung
  • mit Hilfe eines Gestells

Wenn du die Wiege häufiger bewegen möchtest, bietet sich ein Gestell an. Dieses lässt sich – wenn auch nicht unbedingt leicht – von Raum zu Raum bewegen.

Die platzsparendere und optisch schönere Lösung ist sicher die Befestigung mittels eines Deckenhakens. Überlege dir aber gut, wo du den Haken in die Decke schraubst; schließlich kannst du die Position dann nicht mehr verändern. Prüfe auch vorher, ob deine Decke das aushält. Betondecken sind dabei kein Problem. An abgehängten Holz- oder Gipskartondecken wird die Wiege aber nicht halten. Stelle außerdem sicher, dass die Wiege ein wenig Abstand zur Wand hat – durch heftige Bewegungen des darin liegenden Babys kann sie schon einmal etwas in Schwingung geraten.

Kemaly und Maly: Ein Vergleich

Kemaly

Maly

Optik:Zweckmäßig; erinnert ein wenig an Krankenhaus-ZubehörFormschön und modern; erinnert entfernt an den süßen Roboter aus Wall-E
Befestigung der Federn:Ein wenig Gefummel, da die Federn einzeln durch die Ösen geführt werden müssen.Die Federn können einfach in der Steuereinheit befestigt werden. Dazu muss man sie nur hineindrücken.
Anordnung der Federn:in einer Reihe nebeneinanderkreisförmig; dadurch hat man einen mittigen Schwerpunkt.
Einstellmöglichkeiten:Stufenlose Einstellung der Intensität – wippt auf der höchsten Stufe deutlich schneller als die Maly3 Stufen für leichte, mittlere und schwerere Babys
Diese sind jeweils sehr fein einstellbar. Durch die LED-Anzeige hat man eine gute Kontrolle.
Bügel:eckigOptisch, etwas verschönert. Gummischutz an den Enden.
Wippverhalten:Angenehm und weichGefühlt noch ein wenig „runder“, sanfter und weicher.
Lautstärke:Hier haben wir keinen Unterschied feststellen können. Die Wiege ist aber sehr leise und definitiv ruhiger als ein weinendes Baby.

Fazit

Eigentlich könnte ich das Fazit des letzten Tests übernehmen. Wir sind immer noch mehr als überzeugt von dieser Federwiege mit Motor. Denn: Sie funktioniert. Punkt.

Man merkt, dass viele Kleinigkeiten in der Maly noch klüger umgesetzt sind als beim Vorgängermodell und dass man auf die Rückmeldung der Kunden eingegangen ist.

Natürlich ist der Preis hoch. Sehr hoch sogar. Doch Qualität hat ihren Preis und wir sind immer noch der Meinung, dass jeder Euro in diese Wiege gut angelegtes Geld ist. Diese Wiege und weitere Modelle mit Motor findet ihr im Shop von swing2sleep.

Hier noch einige Bilder der Federwiege: