Swing2sleep-Federwiege mit elektrischem Antrieb

Swing2Sleep-BabywiegeDass ich diesen Bericht überhaupt schreiben kann, verdanke ich der Swing2Sleep – aber erst einmal alles von vorne: Wir haben seit mittlerweile 11 Wochen einen kleinen Sohn. Die ersten fünf davon waren hart. Es ist gar nicht so sehr der Schlafmangel, der einen mitnimmt, sondern einfach nur die Tatsache, dass dieser kleine, hilflose Mensch so wahnsinnig viel Aufmerksamkeit braucht.

Und natürlich ist uns keines von den gerne so bezeichneten „Anfängermodellen“ vergönnt. Während die Babys von Freundinnen oder Bekannten aus dem Geburtsvorbereitungskurs mal gut und gerne zwei Stunden auf dem Rücken liegen und zufrieden die Decke anstarren oder abends vor dem Kamin mit der Beschäftigung, wie hypnotisiert in die Flammen zu starren, vollauf bedient sind, ist unser Sohn von der Sorte, die nicht – also nie – abgelegt werden möchte.

Es gab genau zwei Zustände: Entweder schlief er gerade, oder aber er war wach und gleichzeitig unzufrieden. Und weil er auch nicht so viel schlief, wie Babys das normalerweise tun, und eben so wahnsinnig unzufrieden war, wenn er wach war, waren wir bald mit unseren Nerven ganz und unserer Geduld fast am Ende. Nach vier Besuchen in der Schreibaby-Ambulanz und unzähligen Kilometern, tragend in der Wohnung zurückgelegt, haben wir schließlich die Federwiege bestellt. Hier berichte ich nun also von unseren Erfahrungen mit der Swing2Sleep in ewiger Dankbarkeit, dass irgendein kluger Mensch mit einem ähnlichen Kind wie unserem dieses Wunderding erfunden hat.

Mein Leben hat sich durch die Federwiege in unterschiedlichen Bereichen grundlegend geändert und das habe ich erst mit Sicherheit bestätigen können, als ein Wackelkontakt dafür gesorgt hat, dass ich vier Tage lang ohne sie zurechtkommen musste.

Körperhygiene und Haushalt

Die morgendliche Dusche lief in Zeiten vor der Swing2Sleep so ab, dass ich das zuvor schon unzufriedene Baby im Maxi Cosi vor die gläserne Dusche gestellt habe. Ebenso viel Zeit wie mit meinen Haaren oder dem Duschgel habe ich damit verbracht, die Scheibe immer wieder frei zu wischen, beruhigend auf das Baby einzusäuseln und kreative Tänze aufzuführen, die es von der Tatsache ablenken sollten, dass es mit seiner Situation nicht glücklich war. Wie oft selbst das nicht ausreichte, weshalb ich tropfnass aus der Kabine stürzen und den beruhigenden Fön anmachen oder im schlimmsten Fall die noch beruhigendere Brust geben musste, kann ich gar nicht mehr zählen. Während also bereits rudimentäre Reinigung eine Herausforderung darstellte, musste ich mit Späßen wie Rasieren oder gar Haarspülungen warten, bis mein Mann mir den Kleinen ein paar Minuten lang abnehmen konnte.

Ich sage nicht ganz ohne Stolz, dass ich diese Zeilen mit lackierten Fingernägeln tippe. Falls Sie keine Kinder haben, dann lassen Sie sich gesagt sein, dass Mütter mit lackierten Fingernägeln ihr Leben im Griff haben. Ich zumindest habe jetzt wieder das Gefühl. Unser Sohn lässt sich in der Swing2Sleep ablegen, schläft in aller Regel ganz schnell ein, ist aber auch im wachen Zustand tatsächlich zufrieden. Und zwar so lange, dass ich nicht nur duschen, sondern auch die Spülmaschine ausräumen, Wäsche zusammenlegen, ein paar Telefonate führen oder eben meine Fingernägel lackieren kann.

Ernährung

Ich koche wieder! Und zwar ohne, dass ich dabei von einem Bein aufs andere hüpfe und regelmäßig dem Baby in der Trage Mehl von der Stirn wische oder Lauch aus den Haaren klaube, beziehungsweise nur unter ungesunden Verrenkungen Lebensmittel kleinschneide. Ich will nicht sagen, dass Kochen mit einem Baby im Tuch oder einer Trage nicht funktioniert – es dauert nur etwa dreimal so lang und ist ebenso viel anstrengender. Von den abendlichen Rückenschmerzen ganz abgesehen. Seit unser Sohn einige Zeit des Tages in schwingender Lage verbringt, schaffe ich es nicht nur, einmal am Tag etwas Warmes zuzubereiten, ich denke allgemein wieder daran, zu essen. Besonders schön ist, dass mein Mann und ich seit der Swing2Sleep auch tatsächlich wieder gemeinsam und gleichzeitig essen können. Vor ein paar Tagen habe ich Kekse gebacken und ich glaube wirklich, dass es bei uns auch in diesem Jahr Weihnachtsplätzchen geben wird – vor ein paar Wochen wäre das undenkbar gewesen.

Schlaf

Die Swing2Sleep FederwiegeDamit meine ich nicht nur seinen, sondern auch meinen Schlaf. Unser Sohn schläft in der Wiege viel länger und ruhiger als im Bettchen. Ob das am Schwingen liegt, daran, dass er seine Ärmchen nicht in der Gegend herumwerfen kann oder vielleicht auch am gleichmäßigen, beruhigenden Geräusch, kann ich nicht genau sagen. Möglicherweise ist es eine Kombination aus alledem, die ihn aber jedenfalls gut und gerne die Zeit zwischen zwei Mal Stillen verschlafen lässt. Während er in der Federwiege schwingt, schaffe ich es auch mal, mich für ein Nickerchen daneben zu legen und – besonders toll – morgens, wenn ich noch nicht ausgeschlafen bin, das Baby aber wach ist, lässt er sich vom Beistellbett in die Wiege transportieren und gönnt mir dann nochmal ein Stündchen oder sogar zwei Ruhe.

Abgesehen davon ist der Kleine auch außerhalb der Wiege viel ruhiger, seit wir sie haben. Ich war mir nicht sicher, ob das nicht einfach eine Begleiterscheinung seines fortschreitenden Alters sein könnte, wurde aber durch den bereits zuvor erwähnten Wackelkontakt eines Besseren belehrt. In den vier Tagen, in denen die Wiege ausfiel, war unser Sohn genauso nervös, unzufrieden wach und quengelig wie in den Zeiten vor der Wiege.

Zeit für mich

Menschen mit kleinen Kindern wissen, dass man den gesamten Tag etwas zu tun und abends irgendwie trotzdem nichts geschafft hat. Besonders frustrierend ist das, wenn man seine geliebte Arbeit niederlegt, um sich nur dem Nachwuchs zu widmen, und dann feststellt, dass das Bild, das uns von Mutterschaft vermittelt wird, falscher nicht sein könnte. Entspanntes Spielen mit dem Baby, Frühstückstreffen mit den besten Freundinnen, ausgedehnte Spaziergänge und genügend Zeit für das Haus, Sport, meine anderen Hobbys und vor allem für mich selbst hatte ich mir vorgestellt. Ich glaube mich zu erinnern, nach etwa vier Wochen, in denen ich das Baby in Endlosschleife gewickelt, angezogen, gestillt, herumgetragen, wieder gestillt, umgezogen, gewickelt und herumgetragen hatte, eine Frage geäußert zu haben: Ist das jetzt mein Leben?

Klar, die ersten Wochen mit einem Baby sind besonders anstrengend. Man gewöhnt sich noch an die neue Situation, man versucht irgendwie, eine Familie zu werden, man will dem ganzen Besuch gerecht werden – trotzdem waren die vier Tage ohne Wiege letzte Woche wieder genauso kräftezehrend wie die Anfangszeit.

Die Swing2Sleep erlaubt mir zu telefonieren, zu lesen, zu nähen, mal in Ruhe eine Folge meiner Lieblingsserie zu schauen oder mit Freundinnen zu quatschen, ohne währenddessen meinen quäkenden Sohn zu beruhigen. Ich will es nicht ganz so drastisch formulieren, als habe mir die Wiege mein Leben gerettet, aber sie hat mir zumindest einen großen Teil davon zurückgegeben.

Der Vollständigkeit halber widme ich mich noch kurz den Nachteilen der Wiege, möchte aber unbedingt betonen, dass diese in Anbetracht der Vorteile absolut zu vernachlässigen sind.

Wer glaubt, mit der Federwiege seinen Wohn- oder Schlafbereich optisch aufzuwerten, dem sei gesagt, dass die ganze Konstruktion eher zweckmäßig als schön ist. Das klobige Steuergerät, die Federn, deren Farbe nicht zu der des Hakens oder des Bügels passt, besagte kleiderbügelähnliche Aufhängung und das Tuch aus synthetischem Material, das an Sporttrikots erinnert, sind allesamt nicht besonders schön anzuschauen. Störend kann außerdem noch sein, dass es keine elegante Möglichkeit gibt, das Kabel, das ja irgendwie zur Steckdose führen muss, zu verstecken. Es hängt also einfach vom Steuergerät und bewegt sich im Takt des Wippens.

Lärmempfindliche Menschen könnten sich durch das Geräusch, das die Federn machen, gestört fühlen. Während man den Motor kaum hört, knarzen die Federn beim Schwingen gleichmäßig. Ich habe mich mittlerweile an die Geräuschkulisse gewöhnt, das Baby scheint sie sogar beruhigend zu finden.

Sicherlich bei den Nachteilen zu nennen ist der relativ hohe Anschaffungspreis der Swing2Sleep, ich möchte aber gleich dazu sagen, dass jeder, der mit lahmen Armen und buckligem Rücken nächtelang ein mit hochrotem Kopf schreiendes Baby herumgetragen hat, mir zustimmen würde, dass das Teil jeden Cent wert ist. Der große Vorteil am Nachteil (hihi) ist, dass die Wiege zuerst gemietet und so ausprobiert werden kann, bevor man sich dann eventuell doch zum Kauf entschließt. Es soll Babys geben, die sich in der Federwiege nicht wohl fühlen, wobei ich in nicht repräsentativen Experimenten mit den Kindern von Freunden eher Gegenteiliges bewiesen habe.

Jetzt regt sich langsam das Baby und verlangt nach Aufmerksamkeit, ich möchte aber nicht unerwähnt lassen, dass ich in der Zeit, in der es in der Wiege lag, gegessen, meine Wäsche von der Waschmaschine in den Trockner getan, ein Geschenk eingepackt und diesen Artikel geschrieben habe!

 

 

 

Hier nun ein Autoren-Wechsel. Nachdem meine Frau diesen ersten Teil geschrieben hat, möchte ich mich nun den eher technischen Aspekten widmen.

Eines vorneweg: Wir haben schon schönere Federwiegen getestet, aber noch keine bessere.

Verpackung

Wir waren sehr überrascht, denn die swing2sleep kommt in einer sehr kleinen Box an. Das liegt daran, dass die Einzelteile recht klein sind und der Stoff der Wiege kompakt zusammengelegt ist.

So ist die Federwiege auch schnell ausgepackt und zusammengebaut. Da eine präzise Aufbauanleitung beiliegt, ist der Aufbau einfach und geht schnell von der Hand.

Lieferumfang

Bei dieser automatischen Federwiege ist alles dabei, was man braucht.

Der elementarste Bestandteil, der diese Federwiege zu etwas ganz Besonderem macht, ist natürlich die Steuereinheit. Diese sorgt durch einen kleinen Motor dafür, dass die Wiege automatisch wippt. Die swing2sleep-Steuereinheit wird durch ein mitgeliefertes 12-Volt-Netzteil (100-240V / 50-60Hz) betrieben und ähnelt einem gewöhnlichen Laptop-Netzteil.

An dieses wird durch einen Adapter das Stromkabel angeschlossen. Dieses wird mit einem 3 Meter Verlängerungskabel für den 12V Adapter geliefert, sodass man auf jeden Fall genügend Kabel bis zur nächsten Steckdose hat. In die Steckdose kommt dann das mitgelieferte kompakte Steckernetzteil.

Die Babyhängematte an sich besteht aus einem Netzstoff, welcher sehr elastisch ist. Dieser passt sich perfekt der Körperform des Babys an. Das Gewicht des Kindes wird darin ideal verteilt, was eine bequeme Liegeposition ermöglicht. Durch die Löcher kann eventuelles Erbrochenes abfließen. Der Stoff ist in vier verschiedenen Farben erhältlich. Wir haben uns für das helle Blau entschieden.

Der Stoff wird in einen einfachen Bügel gehängt. So liegt die Hängematte sicher und lässt sich dennoch schnell herausnehmen, zum Beispiel zum Waschen.

Im Lieferumfang sind sieben Federn dabei. Mit diesen kann man das Wippen perfekt auf das Gewicht des Kindes abstimmen. Je schwerer das Baby ist, desto mehr Federn bringt man zwischen Bügel und Steuergerät an.

Bedenken muss man, dass weiteres Zubehör für die Deckenbefestigung nicht mitgeliefert wird. Wer also die Federwiege an der Zimmerdecke befestigen möchte, muss ab dem Steuergerät eine separate Befestigung kaufen. Hierfür eignet sich aber jede Art von Deckenanker und einem Seil bzw. einer Kette.

Größe und Belastbarkeit

Laut Herstellerangaben ist die Wiege bis 15 Kilogramm belastbar. Der begrenzende Teil sind hier aber sicher die Federn. Alles ist auf jeden Fall sehr stabil und so dimensioniert, dass man sich um die Sicherheit des Babys keine Sorgen machen muss.

Liegekomfort

Die Babywiege scheint extrem bequem. Selbst darin gelegen habe ich zwar nicht, aber das merkt man schon allein daran, dass Kinder darin sehr schnell ruhig werden und dann einschlafen. Da sich der Stoff der Federwiege dem Körper des Kindes anpasst und sehr dehnbar ist, verteilt sich das Gewicht perfekt. Das ist nicht nur rückenschonend, sondern verhindert auch den gefürchteten platten Hinterkopf. Durch die halboffene Form ist das Kind darin sehr geborgen (auch dem Moro-Reflex wird entgegengewirkt) und von äußeren Einflüssen etwas geschützt. Durch die Löcher im Stoff kann Spucke ablaufen, was ein Verschlucken oder gar Ersticken verhindert.

Aufhängung/Befestigung

Diese Federwiege kann auf drei verschiedene Arten aufgehängt werden. Somit kann man sie sehr flexibel einsetzen.

Erstens kann man die Babyhängematte an einem Gestell befestigen. Das hat den Vorteil, dass man keine Löcher in die Decke bohren muss. Gerade auch wenn die Decke nicht stabil genug ist, kann man die Matte so dennoch aufhängen. Außerdem kann man mit einem Federwiegengestell die Aufstellposition immer variieren. Das geht mit einer starr aufgehängten Wiege natürlich nicht so einfach.

Zweitens besteht die Möglichkeit, die Federwiege an der Decke zu befestigen. Die Nachteile dieser Befestigungsart haben wir eben schon aufgezeigt. Die Vorteile möchten wir aber auch nicht verschweigen: Am einfachsten schwingt eine Federwiege mit einer Deckenbefestigung.

Drittens kann man diese Wiege auch am Türrahmen aufhängen. Dazu braucht man überhaupt kein Zubehör oder Werkzeug. Die Türklammer muss einfach ausgepackt, gespannt und um die Türzarge gehängt werden.

Besonderheiten

Die Besonderheit dieser Wiege ist ganz klar der elektrische Antrieb, welcher ein automatisches, gleichmäßiges Wippen ermöglicht. Das entlastet natürlich die Eltern und beruhigt das Baby ungemein. Die Stärke des Wippens ist dabei frei einstellbar und eine Timerfunktion, welche das Gerät nach einer bestimmten Zeit ausschaltet, ist auch vorhanden.

Was will man mehr?

Durch mehrere mitgelieferte Federn kann man die Wiege auch immer dem Gewicht des Kindes anpassen. So wippt sie immer gleichmäßig und nicht zu stark oder zu wenig. Eine Tabelle mit der Anzahl der Federn für das jeweilige Gewicht liegt bei. Zwar ist es etwas mühsam, die einzelnen Federn zu befestigen, doch dieser Aufwand ist ja zum Glück nicht allzu oft nötig.

Fazit

Dem Fazit meiner Frau ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen. Die Wiege ist Optisch kein Hingucker, aber definitiv eine geniale Erfindung. Der hohe Preis wird eindeutig durch die geniale Funktionsweise und die gute Verarbeitungsqualität gerechtfertigt.

Wir jedenfalls sind vollkommen von der Swing2Sleep-Federwiege überzeugt und können sie nur jedem empfehlen!