Federwiege

FederwiegeUrsprünglich aus Südostasien stammend, setzt sich die sogenannte Federwiege zunehmend auch in Europa und hier in Deutschland durch. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wiegen steht sie nicht auf dem Boden, sondern wird mittels einer Aufhängung befestigt, sie schwebt also. Sie verspricht neben vielen weiteren Vorteilen, die unten ausführlich erläutert werden sollen, besonders guten Schlaf für Ihr Baby. Informieren Sie sich hier, ob eine Federwiege auch das Richtige für Sie sein könnte.

Merkmale einer Baby-Federwiege

Baby-FederwiegeDie immer beliebter werdende Federwiege verdankt ihren Namen nicht etwa ihrem Gewicht oder Aussehen, sondern ihrer Aufhängung. Zwischen der Deckenaufhängung oder dem Gestell und der Wiege an sich befindet sich eine lange Feder, in aller Regel aus Metall. Diese sorgt bei Benutzung – anders als bei einer herkömmlichen Wiege – für eine sanfte Auf- und Abwärtsbewegung des Babys. Hier werden diejenigen Bewegungen imitiert, die das Baby bereits aus dem Mutterleib kennt. Neun Monate lang wird es zum Beispiel beim Spazierengehen in einer ähnlichen Weise geschaukelt – vermutlich einer der Gründe, warum auch bereits Neugeborene sich in einer Federwiege sofort wohlfühlen und hervorragend schlafen.

Die eigentliche Babyhängematte, die an der Feder hängt, gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Einige sind aus Korb oder Netz, es gibt sie als eine Art Tuch oder, ganz besonders sicher, als eine Art Schiffchen aus festem Leinenstoff, oft auch mit einer gut gepolsterten Matratze. Diese imitieren durch ihre geschlossene Form die Gebärmutter, weswegen sich Babys in ihnen ganz besonders wohl fühlen.

Vor- und Nachteile von Federwiegen

  1. Vorteil: besserer, tieferer Schlaf – mehr Zeit für sich

Lesen Sie sich zum Spaß einmal bei einem Bewertungsportal oder bei Amazon die Kundenbewertungen von Federwiegen durch. Es gibt kaum jemanden, der nicht begeistert ist. Babys schlafen in Federwiegen erwiesenermaßen tiefer und länger. Gerade frisch gebackene Eltern genießen es, ein wenig Zeit für sich oder auch mal für die Spülmaschine oder das Abendessen zu haben, während der Nachwuchs friedlich schwingend gut aufgehoben ist. Durch die Eigenbewegungen des Säuglings, gerade, wenn er normalerweise aufwachen würde, gerät die Feder immer wieder in Schwingung, was abermals für Entspannung und erneutes Einschlafen sorgt. Hilft ein Elternteil nach, so schwingt die Federwiege pro Minute tatsächlich etwa 50 bis 60 mal auf und ab. Diese Rate entspricht auch der Herzfrequenz einer Schwangeren – erneut etwas, das dem Baby vertraut vorkommt. Neu auf dem Markt sind elektrische Federwiegen, die einem das Anschubsen sogar abnehmen.

Übrigens sind gerade Eltern von Schreibabys, z.B. auf Grund von Dreimonatskoliken oder Zahnen, begeistert vom Konzept der Federwiege.

  1. Vorteil: gesunde Entwicklung des Rückens, Vermeidung eines flachen Hinterkopfes

Nicht nur aus Angst vor dem plötzlichen Kindstod legt man ein Neugeborenes zum Schlafen immer auf den Rücken. Im normalen Babybett, im Stubenwagen, in der Wiege oder gar im MaxiCosi kann das – der Säugling verschläft immerhin anfangs den Großteil seiner Tage – zu Fehlentwicklungen der Wirbelsäule und zum von vielen Müttern gefürchteten platten Hinterkopf führen. Das liegt daran, dass die Schädelplatten unserer ganz Kleinen erst allmählich hart werden, nachdem sie sich für den Weg durchs Becken unter der Geburt noch verformen und sogar übereinander schieben lassen. Das Liegen auf einer Matratze sorgt für den Druck oft dafür, dass sich der Hinterkopf der Kontur der Matratze anpasst. Dies ist nicht weiter gefährlich – schön aber auch nicht. Die Abwechslung bringt die Lösung, wenn auch manche Eltern ganz auf das Babybett verzichten, zugunsten einer Federwiege. Die Form der Federwiege passt sich der natürlichen Rundung sowohl des Rückens als auch des Hinterkopfes des Babys an. Das Gewicht des Babys verteilt sich gleichmäßig über die Liegefläche, was zusätzlich Hüften und Bandscheiben entlastet. Federwiegen sorgen also nicht nur für tieferen, sondern auch für gesünderen, entwicklungsfreundlicheren Schlaf.

Die oft verbreitete Meinung, die Federwiegen würden Orientierungssinn und sogar die Sprachentwicklung von Babys fördern möchten wir nicht unerwähnt lassen, sehen sie aber als unzureichend bewiesen an. Klar ist – schaden tun sie auf keinen Fall.

  1. Vorteil: Handhabung und Verstaubarkeit

Das schwingende Babybett hat einen weiteren entscheidenden Vorteil: Gerade bei spärlichen Platzverhältnissen kann die Hängematte nach Belieben auf- und wieder abgehängt werden. Viele nutzen ihre Federwiege als eine Art Zweitbett, in dem das Baby seine Zeit trotz des Schlafens in der Nähe der Eltern verbringen kann. Deshalb hängt die Federwiege oft im Wohnzimmer. Wer abends Gäste erwartet, kann die Federwiege einfach schnell abhängen und platzsparend im Schrank oder in einer Tasche verschwinden lassen. Besitzt man zur Federwiege ein passendes Gestell, ersetzt sie auch ein Reisebett. Auf- und wieder abgebaut sind Gestell und Wiege genauso schnell wie jedes auf dem Markt erhältliche Reisebett, das auch erst aufgeklappt und mit Matratze ausgestattet werden muss. Eine weitere Möglichkeit der Aufhängung, gerade für Reisen, ist die Türrahmenklammer, die zur Feder gekauft werden kann. Damit kann die Federwiege an jedem beliebigen Türrahmen sicher befestigt werden. So muss nicht einmal das Gestell mit in den Urlaub genommen werden. Viele Federwiegen werden schon mit Reisetasche geliefert.

Nachteile:

Die Nachteile von Federwiegen sind schnell abgehandelt: Für ein recht simples Produkt verlangen die Hersteller – wie es bei allen Artikeln für Babys üblich ist – eine beachtliche Stange Geld. Es bietet sich unserer Auffassung nach durchaus an, eine Federwiege vor dem Kauf für einen Monat zu mieten, um auszuprobieren, ob das Baby gerne darin schläft, bevor man viel Geld falsch investiert. Dazu mehr in einem anderen Artikel. Der zweite Nachteil der Federwiege ist, dass sie nur für eine begrenzte Zeit nutzbar ist. Mein Patenkind, das aber zugegebenermaßen recht klein ist, konnte bis anderthalb in der Wiege schwingen, üblicherweise wachsen die Kinder aber mit einem knappen Jahr, seltener schon mit neun Monaten aus der Wiege heraus.

Eine Federwiege mieten

Eine Federwiege mietenGeschuldet den beiden Nachteilen einer Federwiege – der relativ kurzen Nutzungszeit gepaart mit einem hohen Anschaffungspreis – entscheiden sich viele dazu, eine Federwiege zu mieten, statt sie zu kaufen. Gerade für Familien, die kein weiteres Kind möchten, ist dies eine realistische Option. Man muss dazu sagen, dass sich die Miete nicht rechnet, wenn die Federwiege länger als vier Monate im Einsatz sein soll.

Wir empfehlen die Kurzzeitmiete aber auch denjenigen Eltern, die planen, eine Federwiege zu erwerben. Oft kann man benutzte oder ausprobierte Produkte nämlich nicht mehr zurückgeben oder -schicken und es gibt Babys – wenn auch wenige – die in der Federwiege nicht so gut schlafen. Genau so geht es vielen Eltern ja auch mit dem teuren Kinderwagen oder der Babytrage. Vorher schon einmal getestet zu haben, ob und wie gut der Nachwuchs in der Wiege schlafen kann, kann in dem Fall bares Geld sparen.

Alle drei führenden Hersteller, Nonomo, Swing2Sleep und Wombagee bieten ihre Produkte auch zur Miete an. Die Federwiegen ohne elektrischen Motor liegen bei etwa 50 Euro für 4 Wochen. Dazu muss gesagt werden, dass die Hersteller Ihnen ein neues Produkt zusenden, das sie nach der Mietdauer auch abzüglich der bereits bezahlten Miete erwerben und damit behalten können. Die motorisierte Federwiege ist vom Preis her ähnlich, allerdings muss die Steuereinheit für 45 Euro zusätzlich dazu gemietet werden. Bei längerer Mietdauer verringert sich der Preis etwas.

Eine gebrauchte Federwiege kaufen

Die Frage stellt sich natürlich sofort: wenn ich eine Federwiege nur maximal ein Jahr im Einsatz habe, dann geht es anderen Familien sicher genauso. Im Umkehrschluss versuchen sicherlich auch viele, ihre ausgebrauchte Wiege wieder zu verkaufen. Und genau so ist es: In den Kleinanzeigen oder auf einschlägigen Portalen werden nicht wenige Federwiegen zu günstigeren Preisen als im Handel angeboten.

Für diejenigen, die sich damit wohlfühlen, ist das eine gute Option, die einem viel Geld sparen kann. Ein paar Punkte, die beachtet werden sollten, geben wir allerdings zu bedenken: Falls Sie die gebrauchte Wiege nicht von Freunden erwerben, kennen Sie den Haushalt nicht, in dem sie bisher in Benutzung war. Nicht immer wird sorgsam mit den Gegenständen umgegangen, eventuell gibt es Tiere oder es wurde in der Wohnung geraucht. Die meisten Hängematten können bei 30 Grad gewaschen werden, die Matratze allerdings, die z.B. bei Nonomo mit hochwertiger Schafwolle gefüttert ist, muss in die chemische Reinigung. Das ist nicht günstig und kann im Zweifelsfall dazu führen, dass die Anschaffung einer gebrauchten Federwiege mit anschließender Wiederaufbereitung genauso viel kostet, als hätte man sich eine neue gekauft.

Zu bedenken gilt auch, dass Babys ihre Körperflüssigkeiten jedweder Art nicht gut im Griff haben. Auch hier hilft eine gründliche Wäsche, allerdings weiß jede Mutter oder Hausfrau, dass Flecken von Karotten oder Himbeeren nicht leicht oder gar nicht zu entfernen sind.

Für all diejenigen, die Sicherheitsbedenken haben, wenn sie eine gebrauchte Federwiege erwerben gilt, die Feder und Aufhängung genauestens auf kleine Schäden wie Haarrisse zu prüfen und bei der Hängematte selbst die Nähte sorgfältig zu inspizieren.

Federwiege mit Gestell

Es gibt prinzipiell drei verschiedene Möglichkeiten, eine Federwiege für den Einsatz zu Hause zu befestigen. Wer keine praktischen Querbalken in der Altbauwohnung hat und die Federwiege auch nicht gerade draußen am Baum aufhängen möchte, hat die Option, die Aufhängung mittels eines Deckenhakens oder einer Ankerplatte direkt an der Betondecke zu befestigen. Für viele ist dies allerdings keine Option – entweder, weil der Mietvertrag dies ausschließt, oder weil man für diese kurze Zeit keine riesigen Löcher in die hauseigene Decke bohren möchte.

In solchen Fällen bietet es sich an, ein Gestell für die Federwiege zu besorgen. Es gibt solche Gestelle in den verschiedensten Ausführungen aus Holz, Kunststoff oder Metall, in einem Stück oder zum Zusammenbauen. Die Original-Gestelle für die namhaften Federwiegen führender Hersteller sind zum Teil sehr teuer, die Aufhängung einer Federwiege lässt sich aber an jedem Gestell befestigen.

Ein auf der Hand liegender Vorteil des Gestells ist, dass es flexibel in der Wohnung verschoben werden kann. Wird die Federwiege also zum Beispiel sowohl nachts als Bett als auch tagsüber für den Mittagsschlaf genutzt, kann das Gestell ganz einfach vom Schlaf- in den Wohnbereich gestellt werden. Eventuell ist es nach der Benutzung mit der Federwiege noch viele Jahre im Einsatz, falls Sie Ihren Kleinen zum Beispiel eine Hängehöhle fürs Kinderzimmer oder sich selbst einen schicken Hängesessel kaufen. Es muss nur darauf geachtet werden, dass das von Ihnen erworbene Gestell auch mehr Gewicht halten kann.

Wem die Gestelle zu teuer oder zu sperrig sind, für den sind eventuell Türrahmenklammern eine Option. Hier wird die Aufhängung wie der Name bereits sagt mittels einer großen Klammer sicher oben am Türrahmen befestigt. Der Nachteil dieser Art der Aufhängung ist natürlich, dass sie den Durchgang durch die jeweilige Türe stark erschwert.

Neugierig geworden? Glauben Sie, dass auch Ihr Baby in einer Federwiege viel leichter ein- und durchschlafen könnte? Informieren Sie sich doch noch ein wenig auf unseren Seiten über die jeweiligen Modelle. In den nächsten Wochen werden mehrere Produkttests von uns durchgeführt (unser Baby kommt laut errechnetem Termin in 10 Tagen), zu denen wir dann Berichte veröffentlichen werden.