Wombagee classic

Wombagee classicWir haben die Möglichkeit bekommen, die Wombagee classic zu testen. Diese Federwiege wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt, trotzdem gehen wir wie immer unvoreingenommen an die Sache heran – euch erwartet ein ehrlicher Testbericht, der nicht nur die Vor-, sondern auch die eventuellen Nachteile der Wiege bespricht.

Was uns qualifiziert, diese Wiege zu testen? Abgesehen von unserer mittlerweile beachtlichen Erfahrung mit allen Arten von Hängesesseln, Hängematten und Hängehöhlen für Erwachsene und Kinder, sind wir vor fünf Wochen Eltern eines kleinen Sohnes geworden. Was seinen Schlafplatz angeht, ist er ziemlich anspruchsvoll. Wir haben also den besten Tester zur Verfügung und können sogar vergleichen, wie gerne er in den drei verschiedenen Federwiegen, die wir bereits kennen, schläft, bzw. sich aufhält.

Also, los geht es!

Verpackung

Die Verpackung der Womnagee classicDie Wombagee classic wird sehr kompakt geliefert. Mittels einer Steckschnalle wird die gesamte Federwiege zu einem praktischen Paket geschnürt. Das hat den großen Vorteil, dass man die Wiege dadurch auch wieder klein zusammenbekommt, wenn sie gerade nicht in Benutzung ist, und leichter verstauen kann. Somit spart man sich Platz im Keller oder dem Dachboden. Selbiges gilt natürlich auch, wenn man die Wiege auf Reisen statt einem Reisebett benutzt (zum Beispiel mit Hilfe einer Türklammer).

Trotz der Größe ist die Wombagee classic also zusammengepackt sehr kompakt.

Lieferumfang

Der Lieferumfang der Wombagee classicDer Lieferumfang ist sehr beachtlich. Dabei ist natürlich die Federwiege aus Stoff, hinzu kommen eine speziell angefertigte Edelstahlfeder mit Federschutz passend zum Modell, eine 150cm lange Edelstahlkette, drei Karabiner, sowie eine Augplatte zur Deckenbefestigung. An dieser kann die gesamte Federwiege eingehängt werden. Zusätzlich mitgeliefert werden eine HR-Kaltschaummatratze (100% Polyurethan) und ein Holzsteg aus unbehandeltem, geschliffenen Buchenholz, dazu zwei passende Holzstäbe, ebenfalls aus geschliffener Buche. Eine Gebrauchsanleitung ist selbstverständlich auch im Paket enthalten.

Beachten muss man lediglich, dass Schrauben und Dübel zur Befestigung der Ankerplatte an der Decke nicht im Lieferumfang enthalten sind. Da es sich hierbei aber um Standard-Teile handelt, sind diese ohne Probleme im lokalen Baumarkt zu besorgen und kosten auch nicht viel. Nehmt am besten die Deckenaufhängung mit in den Baumarkt und lasst euch vom Fachmann die passende Größe empfehlen.

Optisches

So sieht die Wombagee classic aus.Die Federwiege sieht sehr modern aus. Wir haben das Modell Atlantic getestet, welches uns optisch gut gefällt. Das schlichte und edel wirkende Anthrazit verleiht der Wiege ein sehr hochwertiges Aussehen.

Auffällig im Vergleich zu den anderen Federwiegen, die wir bereits kennen, ist, dass die Wombagee durch ihre schiere Größe um einiges wuchtiger wirkt. Dies hat aber auch einen entscheidenden Vorteil, zu dem wir gleich kommen werden.

Wir haben uns bei diesem Test für die Farbe anthrazit entschieden. Außen hat die Wiege als einen Grauton und Innen ist sie beige. Uns hat diese Farbkombination gut gefallen; es gibt die Federwiege aber auch in anderen Farben. Auswahl hat man also genug!

Größe und Belastbarkeit

Die Liegefläche der Wiege beträgt satte 90cm x 40cm. Dies ist für eine Federwiege für Babys und Kleinkinder im Vergleich extrem groß. Außerdem ist sie dynamisch zwischen drei und 15 Kilogramm belastbar. Zu diesen Angaben ist zu sagen: Hier ist die Feder der Wiege der reglementierende Teil, da die anderen Teile der Befestigung natürlich weitaus mehr aushalten würden.

Diese Federwiege ist definitiv die größte, die wir bisher getestet haben. Was auf der einen Seite natürlich bedeutet, dass man viel Platz dafür braucht, aber auch, dass das Baby darin eben viel Platz hat, bzw. dass sie viel länger in Benutzung bleiben kann als ihre Konkurrenz.

Qualität

Die Qualität der Federwiege ist ausgezeichnet. Man merkt, dass hier ausschließlich mit hochwertigen Materialien gearbeitet wurde. Der Innenteil der Wiege besteht aus Baumwolle und Bio-Baumwoll-Nicki, welche GOTS zertifiziert ist. Gerade bei Teilen, die mit der empfindlichen Babyhaut in direkten Kontakt kommen, ist uns das besonders wichtig. Man merkt der Wombagee sicher auch als Laie die hochwertige Verarbeitung an – besonders überzeugen die absolut sauberen und robusten Nähte, auch an kritischen Stellen wie den Reißverschlüssen.

Das Außenteil der Wiege besteht bei dem von uns getesteten Modell Atlantic aus 85% Baumwolle und 15% Polyester. Gerade bei Produkten für Babys ist es wichtig, dass sie sich leicht und unkompliziert reinigen lassen. Dies ist bei der Wombagee der Fall. Sie lässt sich bei 40 Grad in der Waschmaschine waschen – kleinere Verunreinigungen können dank des relativ anspruchslosen Materials auch einfach mit einem nassen Lappen und etwas Spüli entfernt werden. Wir wissen mittlerweile, wie oft das nötig ist, wenn das Baby sich wieder einmal dafür entscheidet, sich seiner eben aufgenommenen Milchmahlzeit zu entledigen (ein Handtuch unterzulegen hilft auch).

Aufhängung/Befestigung

Die Aufhängung und Befestigung der Wombagee classicDie Aufhängung der Wombagee classic ist eigentlich selbsterklärend und funktioniert genauso wie eigentlich alle Hängesessel oder Wiegen mit Deckenbefestigung.

Zunächst muss ein geeigneter Platz gefunden werden, an welchem man sich am besten mit der Federwiege an der Kette in der Hand auf einen Stuhl stellt und die Höhe sowie die Umgebung prüft. Das ist am einfachsten, da man so herausfindet, ob der Platz ausreicht, damit die Wiege auch schwingen und wippen kann. Dabei muss man natürlich aufpassen, dass die Wiege beim Schwingen nirgendwo anstößt. Wenn der ideale Platz gefunden ist, sollte der genaue Aufhängepunkt an der Decke mit einem Bleistift markiert werden – das erleichtert das spätere Bohren ungemein.

Danach bohrt man je nach Deckenart mit einem starken Bohrer in die Decke. In den meisten Fällen ist hierfür eine Schlagbohrfunktion nötig, da Kinderwiegen wirklich nur in stabilen, tragenden Betondecken befestigt werden sollten. An abgehängte Decken sollte man auf gar keinen Fall eine Wiege hängen! Hier ist die Gefahr zu groß, dass der Dübel herausbricht und die Wiege samt Inhalt unsanft auf dem Boden landet. Um die richtige Position und den Abstand der Bohrlöcher zu finden, hält man am besten die Augplatte direkt an die Decke und markiert wieder mit einem Bleistift. Achten Sie beim Bohren darauf, dass die Bohrlöcher etwas tiefer werden als die Dübel lang sind (hierzu kann man sich auch den Bohrer mit einem Filzstift markieren). Natürlich müssen Schrauben und Dübel auch zur Augplatte passen.

Nach dem Bohren werden die Dübel eingebracht und die Augplatte mit den Schrauben befestigt. An diese Platte kann man dann die Kette und die Feder hängen. Am unteren Ende wird dann die Federwiege befestigt. Dabei können Sie durch die mitgelieferten Karabiner die Aufhängehöhe der Federwiege flexibel bestimmen. Diese orientiert sich am jeweiligen Aufstellort und Ihrer Körpergröße. Die richtige Höhe ist dann ausgewählt, wenn Sie das Baby bequem und sicher in die Wiege legen und wieder herausnehmen können.

Zubehör

Da Zubehör der Wombagee classicÜber das Zubehör muss man auf jeden Fall noch einige Worte verlieren. Ein sehr kluges Detail ist der mitgelieferte Federschutz. Dieser wird in der Wiegenfarbe mitgeliefert und passt daher perfekt dazu. Er versteckt die Schwingfeder und die Kette und sorgt für ein ansprechendes Äußeres. Außerdem klappert so die Kette beim Wippen nicht.

Genial ist auch die Schwingfeder an sich. Denn diese ist so klug gefertigt, dass sie die Eigenschaft eines Drehwirbels mit integriert. Da sich das untere Ende der Feder, an welchem die Wiege eingehängt wird, um 360 Grad drehen lässt, wird ein Verknoten der Kette verhindert. Das haben wir bisher noch bei keiner Schwingfeder gesehen und es überzeugt uns restlos. Denn je weniger Einzelteile an der Kette befestigt werden müssen, desto weniger kann klappern und Geräusche verursachen. Auch ist die Feder extrem leichtgängig, sodass schon minimales Ziehen bzw. Gewicht ausreicht, um die Wiege in Bewegung zu setzen und zu halten.

Besonderheiten

Ein Seitenteil der WombageeDie erste Besonderheit sind sicher die hohen Seitenteile; diese schützen das Baby und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre im Inneren der Wiege. Durch die eingearbeiteten großen Fenster kann man das Baby dennoch gut sehen, genauso wie das Baby seine Außenwelt beobachten kann. Da sich die Höhe der Seitenteile durch Reißverschlüsse verstellen lässt, kann man sich alles ganz individuell einstellen.

Dies ist auch ein großes Alleinstellungsmerkmal der Wiege: die vielen Reißverschlüsse. Mag dies bei der ersten Verwendung etwas verwirren und überfordern, werden die vielen Verstellmöglichkeiten schnell zu einer Bereicherung. Wenn man sich etwas mit der Wiege beschäftigt, fällt auf, wie flexibel und variabel sie ist. Durch die durchdachte Flexibilität kann man alle Teile auf unterschiedlichste Weise miteinander verbinden und verändern. So kann man die Federwiege ideal auf die Bedürfnisse des eigenen Kindes einstellen und nach einer Zeit wenn gewünscht entsprechend verändern bzw. anpassen.

Holzsteg der Wombagee classicDie Wombagee-Federwiege lässt sich in der Breite durch die Verwendung des Holzsteges verstellen. Durch die Seitenreißverschlüsse kann man die Wiege ebenfalls in der Länge verstellen. Mehr Variabilität und Flexibilität geht nicht!

Was unser Kleiner ganz besonders liebt, ist die Möglichkeit, aus der Federwiege eine Art „Kuschelhöhle“ zu machen. Wenn alle Seitenreißverschlüsse komplett geschlossen werden, entsteht eine sehr kleine, enge Höhle in der das Kind ganz abgeschirmt und geschützt liegen kann. Für Säuglinge ist das nachweislich beruhigend, da sie diese Geborgenheit an die neun Monate in der Gebärmutter erinnert.

Auch lässt sich der Neigungswinkel der Wiege durch das Öffnen und Schließen des Kopfendes verändern.  Diesen kann man außerdem noch über die Holzstäbe verändern, sodass man problemlos eine bequeme Position für das Kind finden kann. Je weiter hinten man die Stäbe im Holzsteg platziert, desto höher kommt das Kopfende.

Die Federwiege lässt sich auch ganz einfach zum Hängesessel und zur Hängematte umbauen. So viele Möglichkeiten bei einem einzelnen Produkt haben wir auch noch nicht erlebt!

Wenn die Kinder dann einmal größer sind, lässt sich die Wombagee-Federwiege sogar zu einem Hängesessel umbauen. Obwohl hierfür eine Anleitung beigelegt ist, funktioniert der Umbau auch intuitiv recht einfach und problemlos.

Wem das immer noch nicht reicht, der kann die Wombagee classic auch als Hängematte nutzen. Hierfür wird sie quasi komplett aufgefaltet und dann an beiden Enden befestigt. So erhält man eine ganz besonders große Liegefläche.

Die Matratze ist schön weich und sorgt für eine große Liegefläche. Sie ist herausnehmbar und man kann die Federwiege auch nur mit dem weichen Tuch als Unterlage nutzen. Das hat unserem Kleinen sogar fast noch besser gefallen, da sich der Stoff und die Form so ideal an den Körper anpassen.

Fazit

Wombagee classicEine Federwiege für Babys ist eindeutig eine tolle Sache. Durch die gleichmäßigen, sanften Schaukel- und Wippbewegungen fühlt es sich an die Situation im Mutterleib erinnert und beruhigt sich viel schneller als in einer normalen Wiege oder einem Beistellbett. So ist ein friedlicher und erholsamer Schlaf möglich. Die ideale Schwingfrequenz ist 50 bis 60 Mal pro Minute, worauf die Feder perfekt ausgelegt ist. So ist es möglich, nur durch leichtes Antippen die Wiege in Bewegung zu halten. Genauso bringt sie sich wieder in Schwingung, wenn das Baby sich beim Aufwachen bewegt – nicht selten ist unser Tester dann einfach von selbst wieder eingeschlafen. Außerdem ist das Liegen in einer solchen Wiege sehr gut für den Rücken des Babys, da die Wirbelsäule bis zum aufrechten Gehen noch keine S-Kurve bildet. Unser Kleiner liebt es auf jeden Fall, in der Wiege zu liegen und das geht vielen Kindern ähnlich.

Den Kauf einer Federwiege bereuen Sie also nie! Doch lohnt sich der Kauf der Wombagee classic? Wir können auf diese Frage mit einem klaren „Ja“ antworten. Und das hat auch einige gute Gründe.

So ist diese Wiege ein wirklicher Alleskönner. Eine einzelne Wiege, die so flexibel veränderbar ist, haben wir bisher noch nicht getestet. Nicht nur, dass sie sich durch die verschiedenen Reißverschlüsse umbauen lässt, es können sogar ganz neue Möbelstücke wie ein Hängesessel oder eine Hängematte daraus werden.

Eine Wombagee classicZwar ist der Preis von 220,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten recht hoch, doch unserer Meinung nach auf jeden Fall gerechtfertigt. Wer findet, dass dies nicht nur durch die Multifunktionalität gerechtfertigt ist, der sei an die GOTS zertifizierte Baumwolle erinnert. So finden bei dieser Wiege nur hochwertige Materialien ihren Einsatz und sind mit Liebe zum Detail verarbeitet. Auch, dass die Wiege in einer Berliner Manufaktur hergestellt wird, macht sie eben etwas teuer als Modelle aus Fernost – dafür kann man sich sicher sein, dass die Arbeitsbedingungen stimmen und man ein deutsches Qualitätsprodukt erhält.

Speziell für Kinder mit den berüchtigten Dreimonatskoliken kann diese Wiege eine echte Erleichterung des Alltages und Entspannung desselben bedeuten. Ein paar Stunden tiefer Schlaf oder die einfachere Beruhigung eines Kindes ohne ständiges Herumtragen entlasten natürlich auch die Eltern.

Von uns bekommt die Wombagee classic deshalb Bestnoten – wir können sie vorbehaltlos empfehlen!